Der Amazon-Buchladen – so richtig in echt

Amazon verkauft Bücher, das weiß jeder. Wie ein gigantischer Buchladen, der quasi alles im Angebot hat, nur eben online und bequem vom Sofa aus. Meist kann man mittels „Blick ins Buch“ auch ein wenig blättern und entscheiden, ob man ein Buch kaufen möchte oder nicht.
Doch das hat Amazon jetzt gründlich geändert: Ohne große Vorankündigung wurde der erste echte Amazon-Buchladen eröffnet. Zwar in Seattle und damit etwas weit weg, aber weitere Geschäfte sollen folgen.

 

Kein normaler Buchladen

Amazon hat einen eigenen BuchladenDass Amazon im Bereich Hardware bereits in Ladengeschäften vertreten ist, ist nichts Neues. Bei uns kann der Kindle z.B. bei Media Markt oder Saturn gekauft werden. Nur den Schritt zu einem echten eigenen Buchladen ist Amazon nie gegangen – bis jetzt.
Dabei ist „Amazon Books“, wie der Buchladen heißt, keine gewöhnliche Buchhandlung. Statt eines „normalen“ Sortiments finden sich hier die auf Amazon populärsten Bücher. Die meisten haben eine Sternebewertung von 4 oder mehr. Der ganz besondere Clou ist, dass ausgedruckte Versionen der Rezensionen aufgestellt wurden, um den Besuchern im Buchladen mehr Informationen über ein Buch zu gewähren. Der Sterneschnitt des jeweiligen Buches ist natürlich auch angegeben. Die gesamte Auswahl soll zwischen 5.000 und 6.000 Büchern liegen.
Wenig überraschend ist, dass auch die Hardware von Amazon bei „Amazon Books“ gekauft werden kann. Neben dem Kindle sind dies auch die Fire-Tablets oder der Amazon-Echo Lautsprecher.

Eröffnet wurde „Amazon Books“ im Universitätsviertel in Seattle, wo Amazon selbst 1994 gegründet wurde. Bisher ist dieser Buchladen einmalig. Allerdings kann man davon ausgehen, dass es bei Erfolg weitere geben wird – sicher auch in Deutschland.

 

Der Trend geht zur Vernetzung

Es zeichnet sich der vorsichtige Trend ab, dass die Zukunft eine weitreichendere Vernetzung aller Vertriebskanäle mit sich bringen wird, als es aktuell der Fall ist. Auch der „Inspiration Store“ in Bremen ist diesen Weg gegangen und stellt die zu verkaufenden Produkte auf der Ladenfläche aus, während der Kauf vom Laden aus online geschieht und die Ware per Post zum Kunden geliefert wird.
Gerade auch bei Hardware wie einem eReader wollen viele Kunden ihn erst einmal in der Hand halten und ausprobieren, ehe sie ihn kaufen. „Amazon Books“ kommt diesem Wunsch entgegen. Wer Bücher in Papierform bevorzugt, aber auch die Vorteile im Online-Versand sieht, dürfte hier auch voll auf seine Kosten kommen.

 

Was halten wir davon?

Dieser Schritt von Amazon bringt eindeutig Vorteile mit sich. Denn anders als andere Buchläden hat Amazon Unmengen von Daten darüber, welche Bücher von den Kunden geschätzt werden. Wenn diese Online-Vorlieben auch denen der Käufer entsprechen, die einen „echten“ Buchladen bevorzugen, dürfte ein guter Umsatz garantiert sein. Die Kunden hätten gleichzeitig den Vorteil, mehr Bücher zu finden, die ihrem Geschmack entsprechen. Der Aufwand bei der Lagerhaltung sinkt so für Amazon.
Auf der anderen Seite wird es für Autoren unbekannter Bücher so nicht wirklich einfacher, ihre Bücher an den Mann zu bringen. Auch die kleinen lokale Buchhandlungen werden sicherlich Schwierigkeiten haben, sollte es zukünftig mehr Amazon-Buchläden geben. Denn gegen die Möglichkeiten, die ein riesiges Unternehmen wie Amazon bietet, kommt man kaum an.

Was hältst Du von „Amazon Books“? Wir sind gespannt auf Deine Antwort!

photo credit: Focus on Books by Kamal Hamid via photopin (license)

Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von Liber Laetitia. Wir zeigen Autoren, wie sie sich und ihre Bücher effektiv, zeitsparend und rechtssicher im Social Web präsentieren können.

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