Buchcover: Ein wichtiges Kaufkriterium

Egal ob eBook oder Paperback, das Buchcover ist das erste, was ein potentieller Leser zu sehen bekommt. Und auch, wenn es heißt „Never judge a book by its cover” ist gerade dieses Buchcover doch neben Thema des Buches und dem Preis einer der Hauptgründe, weshalb wir ein Buch kaufen oder es doch stehen lassen. Aber ist das ein gutes Auswahlkriterium oder entgehen uns dadurch am Ende Leseperlen?

Das Buchcover gewährt Rückschlüsse auf das Buch

Wenn wir nicht genau wissen, welches Buch wir kaufen wollen, sondern nur in unserem Lieblingsgenre stöbern, stehen wir vor einer gigantischen Anzahl von Büchern. Die Zeit, von jedem einzelnen den Klappentext zu lesen, hat kaum jemand, weshalb wir uns in den meisten Fällen vom Titel und dem Cover leiten lassen.

Sieht ein Buchcover schlampig oder langweilig aus, weil das verwendete Bild eine schlechte Qualität hat, die Schrift nicht gelesen werden kann oder bloß der Titel in einer langweiligen Schriftart auf einen einfarbigen Hintergrund gesetzt wurde, wird ein Buch kaum mögliche Leser anziehen. Die Schlussfolgerung ist einfach: Wenn ein Buchcover unprofessionell aussieht liegt die Vermutung nahe, dass dies auch auf den Inhalt zutrifft. Selfpublisher und Indie-Autoren haben also ein großes Interesse daran, dass ihre Buchcover die potentiellen Leser ansprechen.

Ein Buchcover kann in die Irre leiten

Ein gutes Buchcover ist wichtig

Der Vorteil an der Vorauswahl ist natürlich, dass man schnell das vorhandene Angebot überschauen und einschätzen kann. Gerade bei den Büchern von Selfpublishern und Indie-Autoren kann man anhand vom Buchcover einschätzen, ob der Autor einen ähnlichen Geschmack hat wie man selbst.

Auf der anderen Seite ist allein das Buchcover natürlich kein Anhaltspunkt über die Qualität des Inhaltes. Entweder, weil der Autor einen anderen Geschmack hat als der Leser, weil er nicht die passenden Grafiken hatte oder ihm die Erfahrung mit den entsprechenden Programmen fehlt, ein Buchcover zu gestalten. Auch der aktuelle zeitgeist kann in zehn oder fünfzehn Jahren hoffnungslos veraltet und kitschig sein – einige Fantasybücher sind gute Beispiele dafür. Es kann sich also lohnen, auch hinter hässliche Buchcover zu blicken.

Wie man ein gutes Buchcover gestaltet

Als Selfpublisher und Indie-Autor sieht man sich mit der Situation konfrontiert, dass ein ansprechendes Buchcover quasi zwingend notwendig ist um Leser anzuziehen, wenn man nicht bereits eine große Fangemeinde hat. Und da gibt es einiges zu beachten:

Niemals vergessen werden dürfen die Bildrechte von verwendeten Grafiken. Wer keine Klage wegen Urheberrechtsverletzung riskieren will, sollte immer sicher gehen, nur Bilder zu verwenden, die er für kommerzielle Zwecke wie den Verkauf auf Buchcovern nutzen darf. Es gibt einige Seiten, auf denen Fotos in sehr guter Qualität kostenlos oder für wenige Cent zu finden sind, wie z.B. Pixaby, Fotolia oder Istockphoto. Trotzdem sollte natürlich bei jedem einzelnen Bild die Lizenz geprüft werden.

Ein wenig abgucken darf natürlich jeder. Oft fährt man gut damit sich daran zu orientieren, wie die Buchcover im eigenen Genre gestaltet sind. Gibt es wiederkehrende Motive oder Bildkompositionen? Schaut Euch die Profis an und lernt von ihnen. Wichtig ist, dass Ihr mit Eurem Titelbild die Kernaussage Eures Buches trefft – eine schöne Prinzessin in einem Turmzimmer passt nicht, wenn es in dem Buch eigentlich um einen jungen Recken geht, der einen finsteren Magier bekämpfen und einen Drachen zähmen muss.
Die Schrift auf dem Buchcover sollte immer groß und gut lesbar sein. Gerade bei eBooks ist dies wichtig, da sie im Lesegerät oder auf der Verkaufsplattform nur sehr klein dargestellt werden. Überladet die Titelbilder nicht mit Details, sondern wählt stattdessen ein Farbkonzept aus zwei bis 3 Farben und beschränkt Euch auf die nötigen Details. Weniger ist fast immer mehr. Wer dann noch an das Backcover, die Rückseite des Buches denkt, ist sehr gut dabei.
Wie sind Eure Erfahrungen in der Gestaltung Eurer Buchcover? Und habt Ihr schon einmal darauf verzichtet, ein Buch zu kaufen, weil Euch das Titelbild nicht gefiel? Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

photo credit: 2010_1108 – Old Books_1 by Ben Hosking via photopin cc

Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von Liber Laetitia. Wir zeigen Autoren, wie sie sich und ihre Bücher effektiv, zeitsparend und rechtssicher im Social Web präsentieren können.

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Über Frauke Bitomsky

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2 Gedanken zu „Buchcover: Ein wichtiges Kaufkriterium

  1. Guter Post zu einem wichtigen Thema. Leider scheitern gute Autoren/Selfpublisher manchmal an „Kleinigkeiten“ wie einem unpassendem Cover. Deshalb haben wir kürzlich eine Infografik zum Thema „Das perfekte E-Book-Cover-Design“ erstellt, mit allen wichtigen Infos auf einen Blick. Die Grafik kann gerne frei geteilt und verwendet werden und befindet sich hier:
    http://www.designenlassen.de/blog/2015/05/19/infografik-das-perfekte-ebook-cover-design/

    1. Hallo Michael,

      das ist eine super Infografik, die ich gerne weiterteile 🙂
      Gute Cover sind nicht zu unterschätzen. Ich sehe es auch bei mir selbst: Die meisten Buchkäufe habe ich getätigt, weil mich ein Cover angesprochen hat. Wenn dann noch der Klappentext stimmte, war das Buch gekauft. Ich will gar nicht darüber nachdenken, welche Bücher mir schon entgangen sind, weil mich ihre Cover nicht angesprochen habe…

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