Buchtitel – Der erste Eindruck zählt

Den ersten Eindruck kann man niemals wieder ändern. Bei Büchern ist es neben dem Coverbild auch der Titel, der den ersten Eindruck prägt. Aber nicht immer sagt der Buchtitel wirklich aus, was sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt. Der Leser fühlt sich am Ende getäuscht, falls er das Buch überhaupt kauft.
Grund genug für Selfpublisher, ein besonderes Augenmerk auf ihre Buchtitel zu lenken. Und ein guter Grund für Leser, auch Büchern mit nicht ganz so ansprechenden Titeln eine Chance zu geben.

 

Der Buchtitel als Versprechen

Ein guter Buchtitel sagt dem Leser, was er von einem Buch erwarten kann und macht ihn regelrecht heiß darauf, das Buch zu verschlingen. Er muss sich von den anderen Buchtiteln im Regel abheben, damit er die Aufmerksamkeit des potentiellen Lesers gewinnen und ihn vom Kauf überzeugen kann. Denn als Autor willst Du genau das: Dass die Kunden im Buchladen, sei er virtuell oder „echt“, genau Dein Buch kaufen.

 

Buchtitel für Sachbücher

Der Buchtitel ist wichtigBei einem Sachbuch ist es noch relativ einfach, einen passenden Titel zu finden: Schreib auf, was drin steht, z. B. „Quantenmechanik für Anfänger“. Du musst mit dem Titel keine Neugier auf ein Geheimnis schüren wie bei einem Roman. Die Leser von Sachbüchern wissen genau, was sie suchen, und kaufen nur ein Buch, von dem sie auch wissen, dass es das gewünschte Wissen enthält.
Hier geht es also darum, prägnant auf den Punkt zu bringen, was der Leser von Deinem Sachbuch erwarten kann. Natürlich kannst und solltest Du auch hier versuchen, Deinem Titel ein bisschen Pfiff zu geben – wenn fünf Bücher mit nahezu identischem Titel im Regal stehen, geht Dein Buch schnell unter, wenn Du genau denselben Buchtitel wählst. Bleibe dabei aber auf jeden Fall sachlich.

Buchtitel für Romane

Anders als bei Sachbüchern sieht es aus, wenn Du einen Roman geschrieben hast. Hier wollen die Leser zwar wissen, worum es ungefähr geht, aber was tatsächlich in Deiner Geschichte passiert, wollen sie selbst erleben. Du musst den Spagat schaffen zwischen einer Angabe, worum es im Buch geht, und einem kleinen Rätsel, um nicht zu viel zu verraten. Ein Buchtitel ist immer auch ein Versprechen an den Leser. Wähle unbedingt aussagekräftige Worte und horche in Dich hinein, welche Bilder der Klang des Titels bei Dir entstehen lässt. Probiere auch verschiedene Varianten eines Titels aus, z.B. „Roter Schnee“, „Und der Schnee ward rot“, „Blut im Schnee“, „Rot auf dem Eis“ etc.

 

Darfst Du den Buchtitel überhaupt nutzen?

Die unschöne Neuigkeit: Wenn Du den perfekten Buchtitel gefunden hast, heißt das nicht unbedingt, dass Du ihn auch ohne weiteres verwenden darfst. Wenn der Titel bereits verwendet wird, und sei es nur als Songtitel, musst Du Dir erst die Genehmigung besorgen, ehe Du ihn verwendest. Das kann mitunter ziemlich mühselig sein, sich aber für den perfekten Buchtitel für Dein Buch lohnen.

Buchtitel zum Schmunzeln

Wenn Dir vor lauter Ideen für Buchtitel der Kopf brummt, oder Du aber so gar keine Ideen bekommst, lenke Dich ein wenig ab. Es gibt einen wunderbaren Generator für schräge Buchtitel, und ein bisschen kannst Du auch aus den (Fehl)Entscheidungen anderer Autoren lernen, wenn Du diese skurrilen Buchtitel anschaust. Und wer weiß, vielleicht bringen Dich ja genau diese heiteren Buchtitel auf eine tolle Idee.

photo credit: A riddle by Quinn Dombrowski via photopin (license)

Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von Liber Laetitia. Wir zeigen Autoren, wie sie sich und ihre Bücher effektiv, zeitsparend und rechtssicher im Social Web präsentieren können.

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