Die Schreibmaschine kehrt zurück

Kennst Du noch das typische Rattern der Schreibmaschine, das im Kopf das Bild eines alten Büros mit Sekretärin entstehen lässt, die mit irrsinniger Geschwindigkeit Buchstaben aufs Papier bringt? Oder denkst Du eher an den Autoren, der in seiner kleinen Dachkammer sitzt und an seinem Manuskript feilt?

Kurzum: Die Schreibmaschine ist das Instrument zum Textescheiben, gerade auch weil sie anders als Computer nur zum Schreiben verwendet werden kann. (Und als Dekoration, aber das ist ein anderes Thema).

 

Die Schreibmaschine – schreibt

Die Schreibmaschine hat ihren ganz eigenen Charme, und gegenüber Computern einen immensen Vorteil: Auf ihr kannst Du nur schreiben, ohne dass E-Mails oder Facebook Dich ablenken. Da die technische Möglichkeit dazu fehlt, ist es schlichtweg nicht möglich, zu prokrastinieren. Das ist besonders praktisch, wenn Du eigentlich in absehbarer Zukunft einen Text fertig haben sollst, aber die diversen Ablenkungen wesentlich verlockender sind als das Schreiben. Selbst, wenn Du sehr willensstark bist und nicht alle fünf Minuten Deine E-Mails checkst, verleiten normale Textverarbeitungsprogramme schnell dazu, sich in den Formatierungen des Textes zu verlieren, statt ihn erst einmal fertig zu schreiben.

 

Aber der Papierverbrauch…

Der große Nachteil an der historischen Schreibmaschine ist der immense Papierverbrauch, wenn Du lange Texte schreibst. Nicht zuletzt wird Dir wahrscheinlich jeder Verlag oder Agent einen Vogel zeigen, wenn Du Dein Manuskript abgetippt einreichst und keine digitale Version davon hast. Auch die Umwelt wird sich freuen, wenn Du nicht hunderte von Seiten beschreibst, sondern eine digitale Alternative findest. Von Deinem Geldbeutel ganz zu schweigen: Papier kostet vielleicht nicht übermäßig viel, aber auch kleine Beträge summieren sich schnell auf.

 

Die digitale Schreibmaschine

Es gibt verschiedene Lösungen für dieses Dilemma: Manche Textverarbeitungsprogramme wie z.B. Scrivener haben die Möglichkeit, den ganzen Bildschirm mit dem Textfeld auszufüllen. Es gibt kaum Möglichkeiten, zu formatieren, so dass Du kaum abgelenkt wirst.

Eine andere Möglichkeit, die Dich zudem sehr vorantreibt, auf jeden Fall zu schreiben, ist Flowstate, worüber wir bereits schrieben.

Eine dritte Option ist nun auf den Markt gekommen: FreeWrite, eine E-Ink Schreibmaschine. Sie verbindet das, was klassische Schreibmaschinen bieten, mit den Vorzügen der digitalen Welt.

 

FreeWrite

FreeWrite ist eine Schreibmaschine, die statt auf Papier auf einem 5,5“ E-Ink Monitor schreibt. Das heißt, Schreibfehler können anders als bei der klassischen Schreibmaschine verbessert werden. Die Cloudanbindung macht es möglich, das Geschriebene nach getaner Arbeit zu sichern.

Ansonsten ist FreeWrite wie eine herkömmliche Schreibmaschine, die wirklich nur genau dies kann: schreiben. Mit 1,8kg und Tragegriff kann man sie sogar mit ins Cafe nehmen und dort schreiben. Zugegeben, billig ist sie nicht. Umgerechnet kostet sie rund 550€. Aber vielleicht ist sie eine gute Alternative für den einen oder anderen Autoren – oder motiviert, doch noch einmal Großvaters Schreibmaschine vom Dachboden zu holen und ganz nostalgisch zu schreiben.

Wann hast Du das letzte Mal auf einer Schreibmaschine geschrieben, und würdest Du es heute wieder tun? Wir sind gespannt auf Deine Antwort!

Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von Liber Laetitia. Wir zeigen Autoren, wie sie sich und ihre Bücher effektiv, zeitsparend und rechtssicher im Social Web präsentieren können.

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Über Frauke Bitomsky

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