eBooks – Qualität oder Mangelware?

eBooks sind eine bequeme Möglichkeit, eine ganze Bibliothek in der Tasche mit sich herum zu tragen und Bücher zu kaufen, ohne dafür in den Buchladen gehen oder auf die Lieferung durch die Post warten zu müssen. Wenn ein eBook allerdings voller Fehler steckt, bleibt die Lesefreude schnell auf der Strecke. Aber wie kommt es, dass so viele eBooks Fehler aufweisen, und wie weit verbreitet ist dieses Problem überhaupt?

Fehlendes Lektorat bei Indie-Autoren

Da eBooks es jedem ermöglichen, eigene Geschichten zu veröffentlichen, schleichen sich auf diesem Wege schnell Fehler ein. Nicht jeder Autor, der ohne einen traditionellen Verlag ein Buch veröffentlicht, kann oder will sich einen professionellen Lektor leisten, der Grammatik und Rechtschreibung eines Buches korrigiert.
Viele Autoren schreiben dabei so gut, dass nur wenige Fehler in ihren Büchern auffallen und diese wenigen gut ignoriert werden können. Aber die Zahl von Autoren mit sehr hohen Ansprüchen an ihre Bücher ist sehr groß und steigt weiter. Qualitativ sind ihre Büche nicht schlechter als traditionell veröffentlichte Bücher.
Wer unsicher ist, kann bei Amazon die Möglichkeit nutzen, einen Blick ins Buch zu werfen und die ersten Seiten eines eBooks zu lesen, um festzustellen, ob ihm das Buch gefällt.

Auch renommierte Verlage bauen viele Fehler ein

Aber es sind nicht nur Indie-Autoren und Selfpublisher ohne Lektorat, deren eBooks Fehler enthalten können. Auch in den eBooks von traditionellen Verlagen finden sich öfter eine ganze Reihe von Fehlern.
Der Grund dafür ist das OCR-Scan-Verfahren, mit dem gedruckte Bücher eingescannt und in eBooks umgewandelt werden. OCR steht für „Optical Character Recognition“, optische Zeichenerkennung. Bei den Scans kann es passieren, dass das kleine ‚e‘ als kleines ‚c‘ gespeichert wird oder Leerzeichen mitten in Wörtern eingebaut werden. Eigentlich erfordert ein solcher Scan eine anschließende gründliche Überarbeitung, um eben diese Fehler zu finden und zu korrigieren, aber manchmal wird aus Zeit- oder Geldmangel darauf verzichtet oder nur oberflächlich korrigiert.

Es gibt sehr viele hochwertige eBooks

Insgesamt kann man sagen, dass die Zahl mangelhafter eBooks sicherlich nicht zu unterschätzen ist. Allerdings gibt es auch eine große Zahl sehr guter eBooks, die neben einer fesselnden Geschichte auch durch Fehlerlosigkeit glänzen. Es lohnt sich auf jeden Fall, immer offen für neue Autoren und ihre Bücher zu sein, da einem sonst viele schöne Bücher entgehen.

Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von Liber Laetitia. Wir zeigen Autoren, wie sie sich und ihre Bücher effektiv, zeitsparend und rechtssicher im Social Web präsentieren können.

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Über Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky ist Teil des Teams von Liber Laetitia. Wir zeigen Autoren, wie sie sich und ihre Bücher effektiv, zeitsparend und rechtssicher im Social Web präsentieren können.

1 Gedanke zu „eBooks – Qualität oder Mangelware?

  1. Hi,

    was mir bei Indie-Autoren auffällt, die ihre Romane selbst als E-Books herausgeben, ist eher der Mangel an Erzählenswertem. Die Rechtschreib- und Grammatikfehler, die Logiklöcher und fehlenden Spannungsbögen, die eindimensionale Erzählperspektive und das Auseinanderfallen von Sprache und Inhalt, sind da nur weitere Ärgerlichkeiten.

    Vermutlich ist es ein Vorurteil, dass sich bei mir über die Jahre eingenistet hat, aber mir scheint, dass die meisten Selbstveröffentlicher nicht wegen der Geschichte selbst schreiben, sondern um als Autoren zu gelten. Da ist dann die Selbstvermarktung wichtiger als das Werk selbst, und die Selbstvermarktung erinnert an die Penetranz der Instagram-Kiddies, die so lange und so oft Fotos von sich selbst machen, bis sie aufgrund ihrer zeigfreudigen Jugendlichkeit genug Follower haben, um als Werbeträger zu fungieren. Dann nennt man sie Influencer 🙂

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