Der Traum des Stiers – Robert Odei

Was wie ein Jugendbuch anfängt, wandelt sich in einen Fantasy-Horror-Roman.
Cassandra, unterforderte und gelangweilte Schülerin, gerät in eine andere Welt, und nur durch das Verstehen ihrer Vergangenheit hat sie eine Chance, in ihre, unsere, Welt zurück zu kehren.

Inhalt

„Der Traum des Stiers“ von Robert Odei beginnt in einer englischen Kleinstadt und stellt uns Cassandra, eine recht ungewöhnliche Schülerin, vor. Sie hat Spaß am Lernen und wenige Freunde. Der Autor spart nicht mit Andeutungen, dass etwas anders an ihr ist, und nach und nach zeigt er dies auch in der Einführung.
Cassandra ist korrosiv, darauf sei schon einmal hingewiesen, ihr Einfluss auf ihre Umwelt nicht gerade als gut zu bezeichnen. Sie hört Stimmen und hat Visionen, welche im Zuge eines Referats über ihre Schule voll durchschlagen und sie auf eine Suche schicken, die sie schließlich in einer Parallelwelt zu unserer „normalen“ Erde gipfeln.
Während Cassandra zu überleben und einen Ausweg zurück in unsere Welt sucht, muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen.
Cassandra ist voller Konflikte und schlechter Erfahrungen, begonnen bei ihren Eltern, die sie im Prinzip komplett allein lassen, bis zu ihrer besten Freundin, die Selbstmord beging.

Eindruck

Viele Konflikte werden in meinen Augen nicht aufgelöst, für eine junge Frau nimmt Cassandra den grausamen Selbstmord ihrer besten Freundin erschreckend gleichmütig hin, gleiches gilt für das Verschwinden eines guten Freundes in der Parallelwelt. Die Suche nach ihm wird innerhalb kürzester Zeit einfach vergessen.

Der Wechsel zwischen der gruseligen, verstörenden Parallelwelt und Cassandras Kindheitserinnerungen ist im ersten Moment verwirrend, schafft aber auch eine besondere Spannung. Liest man über die Parallelwelt, will man wissen, wie Cassandras Kindheit sie zu diesem Punkt beeinflusst hat, liest man über die Kindheitserinnerungen, fragt man sie, wie es in der Parallelwelt weiter geht.

Zielgruppe

Das Buch ist sicher nicht einfach, es verlangt dem Leser immer wieder einige Phantasie und auch Schocktoleranz ab. Auch wenn die Protagonistin eine junge Frau und Schülerin ist, ist es in meinen Augen sicher kein Jugendbuch. Für junge und jung gebliebene Erwachsene, die Spaß an Grenzerfahrungen, Grusel und Horror haben, ist „Der Traum des Stiers“ aber sicher ein guter Lesestoff.

Tristan Büchtmann

Tristan Büchtmann ist Teil des Teams von Liber Laetitia. Wir zeigen Autoren, wie sie sich und ihre Bücher effektiv, zeitsparend und rechtssicher im Social Web präsentieren können.

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Über Tristan Büchtmann

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